Geschichte Freiwillige Feuerwehr Kirberg e.V.

30. April 1905 – Der Feuerwehrverein wird gegründet

24 Bürger trafen sich, um die Freiwillige Feuerwehr Kirberg ins Leben zu rufen. Von Anbeginn an waren Verein und Einsatzabteilung eine Einheit gewesen. Die Feuerwehrangehörigen verrichteten zum einen ihren freiwilligen Einsatzdienst zum Wohle aller Bürger, zum anderen hielten sie Feste und Veranstaltungen, machten gesellige Abende und Ausflüge wie jeder andere Verein. Der Kommendant der Einsatzabteilung war in Personalunion  auch der Vereinsvorsitzende.

Feste und Veranstaltungen

Schon von Anfang an hatte sich die Feuerwehr über ihre eigentliche Tätigkeit in Einsatz und Übungsdienst hinaus am Vereinsleben im Flecken Kirberg beteiligt.
Bereits kurz kurz nach der Gründung gab es den ersten Winterball, der bis 1996 durchgeführt wurde. August Stähler berichtet zum frühen Vereinsleben: „Auch hielt die Feuerwehr immer ihre Winterveranstaltungen. Als damals der Wunsch gehegt wurde, eine Feuerwehrkapelle zu schaffen, da fehlte es nicht an Mitgliedern, die das Geld für Instrumente als Anleihe zur Verfügung stellten. Gewiss ein schöner Zug! Das erste öffentliche Auftreten der Kapelle fand am 6. Juli 1912 zum Empfang des aus Afrika heimkehrenden Ewald Bender statt. Leider blieb die Kapelle nicht allzu lange bestehen, da einige ältere Kameraden nicht mehr spielen konnten und die jungen Kameraden das nötige Interesse nicht aufbrachten, Musik zu lernen.“
Auch mit den Jubiläumsfesten in den Jahren 1955, 1975, 1980 und 1990 konnte man immer wieder Höhepunkte im kulturellen Leben präsentieren.
Wesentlichen Anteil hatte die Feuerwehr Anfang der 1970er Jahre bei der Urbarmachung der Kirberger Burg als einzigartigem Veranstaltungsplatz für alle Bürger. Seither finden regelmäßig die weit über die Grenzen Kirbergs hinaus bekannten Burgfeste statt.

1972 – Das BrHSG erfordert die Trennung von Einsatzabteilung und Verein

Mit dem Inkrafttreten des neuen Brandschutzhilfeleistungsgesetzes im Jahr 1972 kam es zu einer grundlegenden Verländerung bei der Organisation der Feuerwehren. Die Einsatzabteilung wurde praktisch ausgegliedert und zur öffentlich-rechtlichen Einrichtung der neu zusammengeschlossenen Gemeinden in Hessen. Der Verein blieb bestehen, auch ohne Eintragung ins Vereinsregister. Jedoch wurde der Vorsitzende nun separat gewählt und war nicht mehr automatisch auch der Leiter der Einsatzabteilung. Der Eintritt von fördernden Mitgliedern wurde möglich, jeder Interessierte konnte durch seine Mitgliedschaft die Feuerwehr unterstützen.

8. Mai 1978 – Die Freiwillige Feuerwehr Kirberg e.V. wird im Vereinsregister eingetragen

Auf der Jahreshauptversammlung im März 1978 wurde schließlich eine Vereinssatzung beschlossen, mit der die Eintragung beim Vereinsregister als gemeinnütziger Verein möglich wurde. Unter dem Namen Freiwillige Feuerwehr Kirberg e.V. wurde der Verein im Vereinsregister eingetragen und damit rechtlich von der Einsatzabteilung getrennt.

Finanzielle Unterstützung der Einsatzabteilung

Bereits 1969 war aus Eigenmitteln ein Schlauchanhänger angeschafft worden, ein Beispiel dafür, wie der Verein auch finanziell seine Aufgabe zur Unterstützung der Einsatzabteilung wahrnahm.
Seither warb der Feuerwehrverein immer wieder bei der Bevölkerung um Unterstützung und bekam diese in großzügiger Weise. So konnten in den 1970/80er Jahren das Tanklöschfahrzeug mit Gerätschaften ausgestattet, Handsprechfunkgeräte erworben sowie ein VW-Bus und hydraulische Rettungsgeräte angeschafft werden. Die ersten Funkmeldeempfänger wurden 1982 vom Verein gekauft. In den Umbau eines gebrauchten LF 8 zum Gerätewagen, in eine Schlauchtrocknung sowie in die Einrichtung der Atemschutzwerkstatt wurde in den 1980er Jahren Geld investiert. 1989 wurde für alle Aktiven neue Einsatzkleidung beschafft. Die Ausgeh-Uniformen für Aktive und Alters- und Ehrenabteilung wurden seit jeher – und werden auch heute noch – vom Feuerwehrverein finanziert. Eine großzügige Spende erlaubte 1994 die Beschaffung eines Anhängers für die Nutzung durch Einsatzabteilung, Verein und Jugendfeuerwehr.

1984 – Die Tradition des Brezelwürfelns erwacht zu neuem Leben

In Kirberg und Umgebung hat das Brezelwürfeln zum Jahresende eine lange Tradition. Schon zu Großvaters Zeiten wurde in den damals noch zahlreichen Bäckereien im Flecken in gemütlicher Runde gewürfelt und der jeweilige Sieger konnte einen frisch gebackenen Brezel mit nach Hause nehmen. Als an Silvester 1984 der Kirberger Feuerwehrverein diesen schönen alten Brauch wieder zum Leben erweckte, ahnte sicher keiner, welch großer Beliebtheit sich dieser bis heute erfreut. Heute ist das Brezelwürfeln in Kirberg die größte Veranstaltung dieser Art. So wurden beispielsweise Silvester 2013 von über dreihundert Besuchern 227 Brezel erspielt.
Daneben wurden immer wieder Frühlingsfeste, zur Jahrtausendwende ein großer Silvesterball und ein aufwändig gestalteter Waldtag im Jahr 2000 veranstaltet. Aktionstage wie der „Rescue-Day“ im Jahr 2007 und der „Tag der Feuerwehr“ 2012 werden gemeinsam mit der Einsatzabteilung organisiert, denn hier soll zum einen eine Information der Bevölkerung über Brandschutz und Hilfeleistung stattfinden, zum anderen muss für Essen, Trinken und ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm gesorgt sein.

Jubiläumsfeste als Höhepunkte im Vereinsleben

Auch die großen, mehrtägigen Festveranstaltungen, wie beispielsweise zum 90-jährigen Jubiläum im Jahr 1995 und zum 100-jährigen Bestehen 2005, wurden – und werden auch zukünftig – vom Verein getragen. Die Vorbereitungen, Aufbau und Abbau kosten viel Mühe. Neben den Aktiven der Einsatzabteilung, die in der Regel auch im Verein die Hauptlast tragen, sind es die Helfer der Alters- und Ehrenabteilung und die fördernden Vereinsmitglieder, die hierbei unverzichtbare Dienste leisten. Natürlich trägt auch die Jugendfeuerwehr und seit einigen Jahren die Kinderfeuerwehr viel zum Gelingen dieser Veranstaltungen bei, ebenso auch die Ehefrauen und Partner der Mitglieder. Viele schöne Erinnerungen sind mit den großen Festen verbunden. Und immer wieder beteiligen sich auch die anderen Vereine Kirbergs daran – genauso, wie die Freiwillige Feuerwehr Kirberg e.V. bei den Veranstaltungen anderer mitwirkt.

1998 – Anschaffung eines Mannschaftstransportfahrzeuges

Der Erlös der zahlreichen Veranstaltungen kommt vollständig dem Brandschutz und der Jugendarbeit zugute und entlastet folglich die öffentliche Hand. Ein Beispiel hierfür ist der Kauf eines Mannschaftstransportfahrzeuges im Jahre 1998, bei dem der Gemeinde 50.000 DM aus Vereinsmitteln zur Verfügung gestellt wurden. Das neue Fahrzeug war notwendig geworden, damit im Einsatzfall der Transport einer ausreichenden Anzahl von Feuerwehrleuten gewährleistet ist.

2003 – Feuerwehr und DRK kaufen Früh-Defibrillationsgerät

Um bei akutem Herzversagen schnelle und wirkungsvolle Hilfe leisten zu können, noch bevor ein Notarzt vor Ort ist, hatten die Freiwillige Feuerwehr Kirberg e.V. und die DRK Ortsgruppe Kirberg 2002/2003 eine gemeinsame Spendenaktion durchgeführt und ein Früh-Defibrillationsgerät angeschafft, das am Ringmauerfest zu Christi Himmelfahrt 2003 offiziell in Dienst gestellt wurde.

2005 – Ein großartiges Jubiläumsfest

Einhundert Jahre Feuerwehr wurden auch vom Feuerwehrverein gefeiert. Ohne die Mithilfe der Vereinsmitglieder und ihrer Angehörigen wären die zahlreichen Veranstaltungen im Jubiläumsjahr nicht möglich gewesen. Die Palette reichte von der Ausrichtung der Delegiertenversammlung des Nassauischen Feuerwehrverbandes über die Akademische Feier mit dem damaligen Hessischen Finanzminister Karlheinz Weimar, über das Festwochenende an Pfingsten mit Rock live, einer zünftige Zeltgaudi, einem großartigen Festzug bis zum Jahresabschluss mit Fackelwanderung auf die Burg.

2007 – Rock auf der Burg

Gemeinsam mit den Marktburschen Kirberg wurde eine grandiose Rockveranstaltung durchgeführt. Drei hochkarätige Gruppen – die Hells Belles, Beta Rock Hill und die Gave Back Bottles – spielten auf der Kirberger Burg. Das Wetter war gut und die Besucherzahl brach alle Rekorde.

2009 bis 2011 – An- und Umbau des Feuerwehrhauses

Bereits Ende 2008 hatten die Vorbereitungen für den Umbau und die Sanierung des Kirberger Feuerwehrhauses begonnen. Notwendig geworden war die Erweiterung durch die auf über fünfzig gestiegene Zahl an Aktiven in der Einsatzabteilung sowie fast vierzig Jugendliche in der Jugendfeuerwehr. Die Umkleideräume und die Toiletten reichten 25 Jahre nach dem Einzug ebenfalls nicht mehr aus, vor allem bei einem Frauen-Anteil von fast 20 Prozent und einer Jugendfeuerwehr, die zur Hälfte aus Mädchen besteht. Zudem wurde durch die Zunahme der Verwaltungsaufgaben ein separater Büroraum erforderlich.
Insgesamt wurde ein Bauvolumen von 870 Kubikmetern und 210 Quadratmetern Grundfläche umgebaut und saniert. Dabei wurden die angrenzenden, nicht mehr benötigten Räume des gemeindlichen Bauhofs mit einbezogen.
Über 11.000 Stunden Eigenleistung brachten die Helfer aus Feuerwehrverein und Einsatzabteilung in die gemeindliche Baumaßnahme ein, indem sie Maurer-, Installations-, Elektro- und Isolierungsarbeiten sowie im Anschluss den gesamten Innenausbau wie Decken-, Tapezier- und Malerarbeiten, Einbau von Türzargen und Beleuchtung sowie die Dämmung und die Außenanlagen durchführten.


2013 – Spendeninitiative erbringt 12.000 Euro

Fast 100 Bürger, Firmen und Vereine hatten für die neuen Gerätschaften der Freiwilligen Feuerwehr Kirberg gespendet, die im November 2013 offiziell in Dienst genommen wurden.
Der Feuerwehrverein hatte diese Initiative gestartet, da den damaligen Verantwortlichen der Einsatzabteilung bewusst war, dass das bisherige Rettungsgerät durch die immer rasantere Entwicklung in der Fahrzeugtechnologie bei neuen Pkw-Modellen bald an seine Grenzen stoßen würde. Die Anschaffung aus Gemeindemitteln war nicht möglich gewesen, da das alte Rettungsgerät noch funktionsfähig war.
Begonnen wurde die Spendeninitiative beim Brezelwürfeln an Silvester 2012, bereits im Frühjahr war ein großer Teil des benötigten Geldes zusammengekommen. Im November konnte der erfolgreiche Abschluss im Beisein von zahlreichen Spendern im Feuerwehrhaus gefeiert werden. Dabei übergab der Vorsitzende des Feuerwehrvereins Axel Schäfer symbolisch die Bedienungsanleitung des Rettungsgerätes an Bürgermeisterin Silvia Scheu-Menzer als Dienstherrin.
Die Gesamtkosten des Gerätes beliefen sich mit einbaubedingten Zusatzkosten auf 18.800 Euro, von denen rund 12.000 Euro durch Spenden finanziert wurden. Den Restbetrag erbrachte der Verein, der mit dem Einverständnis der Gemeinde Hünfelden die beiden alten Rettungsgeräte verkaufen durfte und darüber hinaus die Rücklagen eingesetzt hat, die aus Überschüssen von Festen und Veranstaltungen über die Jahre gebildet wurden.

Geselligkeit gehört auch zum Vereinsleben

Zum geselligen Teil eines Vereinslebens gehören Ausflüge und Mehrtagesfahrten. Finanziert werden diese bei der Freiwilligen Feuerwehr Kirberg e.V. nicht aus der Vereinskasse, denn das Geld soll schließlich in die Feuerwehrarbeit investiert werden. Dennoch finden sich viele Interessierte, auch von außerhalb, die an den interessanten Ausflügen teilnehmen. Ziele der Mehrtagesfahrten, die von Mitgliedern selbst organisiert wurden, waren bisher unter anderem Sankt Gallenkirch, Fusch, Überlingen, Berlin, der Attersee, der Chiemgau, Fischen, der Wörthersee,  Bad Malente, Dresden und Hamburg.

Vorstand der Freiwilligen Feuerwehr Kirberg e.V. (ab 8. Mai 1978)

Erster Vorsitzender:
Emil Preußer (bis 13.03.1993)
Erich Brunn (13.03.1993 bis 23.09.2005)    
Klaus Hofmann (23.09.2005    bis 14.03.2009)
Axel Schäfer (seit 14.03.2009)

Zweiter Vorsitzender:
Helmut Hofmann (bis 27.01.1973)
Manfred Seel (27.01.1973 bis 15.03.1985)
Erich Brunn (15.03.1985 bis 13.03.1993
Stephan Weiser (13.03.1993    bis 23.09.2005)    
Axel Schäfer (23.09.2005 bis 14.03.2009)    
Frank Feulner (seit 14.03.2009)

Schriftwart/in:
Karl-Heinz Wenzhöfer (bis 15.03.1985)
Erhard Völker (15.03.1985 bis 10.01.1989)    
Sabine Schuschitz (10.01.1989 bis 13.03.1993)
Bärbel Leukel  (13.03.1993 bis 23.09.2005)    
Romy Knapp (23.09.2005 bis  09.03.2013)
Carsten Großmannn (seit 09.03.2013)

Kassenwart:
Josef Kühr (bis 16.08.1981)        
Paul Hofmann (16.08.1981 bis 09.03.2013)    
Arndt Preußer (seit 09.03.2013)

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