FREIWILLIGE FEUERWEHR KIRBERG
 
Sonntag, 05. September 2010
Home
Aktuelles
Einsätze
Berichte
Fahrzeuge
Bilder
Geschichte
Kontakt
Links
Login
Brandschutz im Kindergarten – nicht nur für Kinder

Hünfeldener Erzieherinnen lernten bei der Kirberger Feuerwehr

Für die Kinder in den Hünfeldener Kindergärten gehört der jährliche Besuch „ihrer“ Feuerwehr zum festen Programm. Doch auch die Mitarbeiter absolvieren immer wieder ihre Brandschutzausbildung bei der Feuerwehr.

Schon seit einigen Jahren hat die Freiwillige Feuerwehr Kirberg diese Aufgabe für die Erzieherinnen und Erzieher der gemeindlichen Kindergärten Kirberg, Ohren, Nauheim und Neesbach übernommen.

Jutta Hofmann, die Leiterin des Kirberger Kindergartens, hatte die Nachmittags-Fortbildung im Gemeinschaftsraum des Kirberger Rathauses organisiert und sorgte mit ihrem Team auch für die Verpflegung.

In einem theoretischen Teil erfuhren die dreißig Frauen zunächst Allgemeines zur Brandverhütung. „Einfach mal mit offenen Augen durch den Kindergarten oder auch durch die eigene Wohnung gehen, dann fällt einem schon das ein oder andere auf“, war der Tipp von Bärbel Leukel, die schon seit Beginn der regelmäßigen Brandschutzschulungen dabei ist. Mit Hilfe von Zeitungsberichten über Brände von Waschmaschinen und defekten Elektrogeräten machte sie auf häufige Gefahrenquellen aufmerksam. Bei elektrischen Geräten entsteht immer Wärme, die genauso wie ein Kurzschluss zum Brand führen kann. Als „Versuchsobjekt“ musste dazu ein Stofftier herhalten, das dicht an einer elektrischen Lampe lag und nach kurzer Zeit schon einen beachtlichen Brandfleck im Fell hatte.

Wehrführer Arndt Preußer zeigte in verschiedenen Versuchen, dass auch scheinbar harmlose Mittel wie Haarspray, Backofenreiniger, Desinfektionsmittel und Topfkratzer brennbar sind – eine Streichholzflamme oder der Funke einer eigentlich „leeren“ Batterie genügten zum Entzünden.

 Foto „Unterricht“

Der Kirberger Wehrführer Arndt Preußer erklärte die verschiedenen Arten von Feuerlöschern und gab auch praktische Tipps für die richtige Auswahl.

Doch was tun, wenn es trotz aller Vorsicht dennoch brennen sollte? Alle Kindergärten verfügen über eine Brandschutzordnung, in der mehr oder weniger anschaulich Verhaltensregeln für den Notfall gegeben werden. „Das Wichtigste dabei ist immer: Ruhe bewahren“, so Arndt Preußer. Überall sind Fluchtwege vorhanden und gekennzeichnet; und während eine Mitarbeiterin die Notrufnummer 112 wählt, können die anderen mit den Kindern das Gebäude verlassen. Dass auch Nebenräume wie Toiletten kontrolliert werden und dass draußen festgestellt werden muss, ob alle Kinder da sind, konnten die Erzieherinnen in einem kleinen Film noch einmal sehen.

Wenn alle in Sicherheit gebracht sind, kann schließlich versucht werden, das Feuer zu löschen. Ein kleiner Entstehungsbrand lässt sich mit ein wenig Geschick mit dem Feuerlöscher ausmachen. Arndt Preußer erklärte anschaulich die verschiedenen Arten von Feuerlöschern; in den Kindergärten sind vor allem Pulverlöscher vorhanden, die universal einsetzbar sind.

Es brennt! Feuerwehrmann Manuel Hannappel erklärt, was zu tun ist: Sicherung am Feuerlöscher entfernen, den Schlauch packen und dann beherzt auf den Brandherd zielen.

 Foto „Feuerlöschen_1“

Schließlich mussten die Erzieherinnen selbst ran: Unterhalb des Sportplatzes hatte Feuerwehrmann Manuel Hannappel für das nötige Feuer gesorgt. Jede Teilnehmerin konnte nun selbst mit einem Pulverlöscher einen kleinen Brand löschen – das gibt Sicherheit, falls es doch mal zum Ernstfall kommt.

Auch mit den Kindern üben die Erzieherinnen und Erzieher regelmäßig praktisch: Bei einer Räumungsübung lernen die Kinder, wie sich der Feueralarm anhört und verlassen gemeinsam mit ihren Betreuern das Gebäude, um sich am Sammelplatz – beispielsweise dem Parkplatz vor dem Kindergarten – aufzustellen. Kritisch beobachtet werden diese Übungen regelmäßig von Feuerwehrleuten aus dem jeweiligen Ortsteil, welche noch den einen oder anderen Tipp geben können.

 Foto „Feuerlöschen_2“

Zufrieden mit dem Ergebnis: Nicht nur der Brand wurde von allen Teilnehmerinnen erfolgreich gelöscht, auch viele interessante Hinweise konnten die Erzieherinnen mit in ihre Kindergärten nehmen.