Mit dem Einsatzstichwort „F2Y, mehrere Personen vermisst“ wurde die Kirberger Wehr Ende März zu ihrer ersten Übung des Jahres auf die Hohl alarmiert. Gleich bei der Anfahrt galt es dabei die wegen der Baumaßnahmen gesperrte Ortsdurchfahrt auf der Limburger Straße zu berücksichtigen. Mit orangenen Blinklichtern simulierter Feuerschein war bereits am Fenster im Obergeschoss zu sehen, wie Rauch aussehender Nebel aus der Nebelmaschine quoll aus einem offenen Fenster.


Ein Anwohner wies die erkundenden Einheitsführer bereits auf die Anzahl der vermissten Personen und mögliche Eingänge hin während die Mannschaft Wasserversorgung und Beleuchtung aufbaute und mehrere Trupps sich zur Menschenrettung mit Atemschutzgeräten ausrüsteten. Da im Erdgeschoss alle Fenster mit Gittern versehen und die Haustür verschlossen war, war der Einstieg nur über die Leiter in ein offenes Fenster sowie über Leiter und Balkon ins Obergeschoss möglich. Durch den dichten Nebel war zunächst kaum Sicht möglich, sodass die Trupps unter Atemschutz verschiedene Techniken zum Absuchen der Räumlichkeiten nach den vermissten Personen anwandten. Eine Person konnte zügig auf den Balkon gebracht und über die Leiter gerettet werden. Auf der Suche nach weiteren Personen verunglückte ein Feuerwehrmann auf der Treppe, sodass der Atemschutznotfall angenommen wurde.
Dank der Atemschutznotfalltasche wurde der Verunglückte mit neuer Atemluft versorgt und mit Unterstützung des Sicherheitstrupps gerettet. Leider konnte erst danach die Suche nach weiteren Personen fortgesetzt werden, sodass das noch vermisste Kleinkind, was sich hinter einem Vorhang versteckte, erst sehr spät gefunden wurde. Nicht zuletzt half dabei auch die gute Sicht, die dank des zwischenzeitlich eingesetzten Lüfters zur Entrauchung des Wohnhauses entstanden war. Nach knapp 90 Minuten war die Übung beendet, alle Personen gefunden und der Brand gelöscht.


