Eine anspruchsvolle Feuerwehrübung mit drei parallel laufenden Einsatzlagen stellte die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Hünfelden vor zahlreiche Herausforderungen. Insgesamt waren 51 Feuerwehrleute mit acht Fahrzeugen beteiligt.

Im ersten Szenario wurde ein schwerer Verkehrsunfall mit zwei beteiligten Pkw angenommen. Sechs Personen, darunter zwei Kinder, galten als verletzt. Das LF 16 Kirberg und das TLF Dauborn übernahmen die technische Rettung. Zur Stabilisierung der Fahrzeuge kamen das Paratec-System und weiteres Abstützmaterial zum Einsatz. Mit zwei hydraulischen Rettungsgeräten konnten alle Personen aus den Fahrzeugen befreit und dem Rettungsdienst übergeben werden.

Parallel dazu mussten die Einsatzkräfte einen Kellerbrand mit zwei vermissten Personen bewältigen. Das MLF Kirberg und das LF 10 Dauborn gingen unter Atemschutz zum Innenangriff vor. Dabei kamen Folienvisiere für die Atemschutzgeräteträger zum Einsatz, um die schlechte Sicht zu simulieren. Zwei Trupps durchsuchten den verrauchten Keller und konnten beide vermissten Personen retten.

Das dritte Szenario stellte einen Gefahrgutunfall mit Salpetersäure dar. Eine bewusstlose Person befand sich in einem Tank und musste gerettet werden. Die TSF-W aus Neesbach und Ohren übernahmen gemeinsam mit weiteren Kräften die Maßnahmen im Gefahrgutbereich. Die Einsatzstelle wurde weiträumig abgesperrt, die Personenrettung durchgeführt und der Tank zur Gefahrenabwehr gekühlt. Nach der Rettung wurde die Person einer Not-Dekontamination zugeführt. Die Übungsleitung zeigte sich mit dem Ablauf der Einsatzübung zufrieden.



